Ein defekter Dichtungssatz bedeutet nicht nur Öl auf dem Boden. Er bedeutet Druckverlust, schwächere Schläge, verunreinigte Hydraulikflüssigkeit, beschleunigten Verschleiß der Buchsen und schließlich einen Brecher, der von der Baustelle abgezogen werden muss. Dichtungen sind kleine Komponenten mit weitreichenden Folgen. Die Entwicklung der Dichtungstechnologie im letzten Jahrzehnt spiegelt genau wider, wo Brecher heute eingesetzt werden – in härterem Gestein, in größerer Tiefe unter Wasser und in korrosiveren Umgebungen sowie bei längeren, kontinuierlichen Schichten.
Materialwissenschaft treibt die Aufrüstung
Frühe Dichtungen für hydraulische Brecher bestanden nahezu ausschließlich aus Gummi. Gummi bietet eine gute Elastizität und eine ausreichende Beständigkeit gegenüber Öl – Eigenschaften, die ausreichten, solange Brecher kürzere Zyklen bei niedrigeren Drücken durchliefen. Mit steigenden Betriebsdrücken in Richtung 200–350 bar und verlängerten Einsatzzyklen von täglich 8–10 Stunden änderten sich die Ausfallmechanismen: Hochtemperaturzyklen minderten die Elastizität schneller als erwartet. Abrasives Gesteinsstaub drang durch abgenutzte Wischerdichtungen ein und griff die Kolbenoberfläche von außen an.
Polyurethan-Compounds lösten das Abriebproblem. Parkers PU-Compound P5008 beispielsweise bietet eine hohe Abriebfestigkeit und nur geringe bleibende Verformung unter wiederholter mechanischer Belastung – Eigenschaften, die Gummi bei gleicher Härte nicht erreichen kann. Für Korrosionsbeständigkeit wurde PTFE zum Material der Wahl. Polytetrafluorethylen-Dichtungen sind gegenüber einer breiten Palette von Flüssigkeiten und Umgebungen chemisch inert, weshalb sie für Arbeiten an Küsten, Unterwasser-Sprengungen und Standorte mit aggressiver Grundwasserchemie vorgeschrieben werden. Wo Hitze- und Chemikalienbelastung kombiniert auftreten – etwa bei maritimen Sprengungen oder salzhaltigem Tunnelbohren – widerstehen FKM-Fluoroelastomere gleichzeitig Schäden durch Meerwasser, hohe Temperaturen und umfassenden chemischen Kontakt.

Zweirichtungs-Dichtung und bidirekter Schutz
Moderne Brecher-Dichtungssätze verwenden zunehmend zweirichtungsorientierte Öldichtungen statt einrichtungsorientierter Ausführungen. Eine einseitige Dichtung verhindert das Austreten von Hydrauliköl. Eine beidseitige Dichtung erfüllt diese Funktion und sperrt zudem externe Verunreinigungen – Wasser, Schmutzpartikel, Betonstaub – am Eindringen in das Hydrauliksystem vom Meißelende her aus. In feuchten oder staubigen Umgebungen ist diese zweite Dichtungsrichtung entscheidend, um die Kolbenoberfläche und die Zylinderbohrung über Tausende Betriebsstunden hinweg zu schützen.
Auswahl des Dichtungsmaterials nach Einsatzumgebung
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Dichtungsmaterial |
Wichtige Eigenschaft |
Typische Anwendung |
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Nitrilkautschuk (NBR) |
Beständigkeit gegen Öl und Mineralöle; gute Elastizität |
Standardausführungen für Bau- und Bergbaubrecher |
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Polyurethan (PU) |
Hohe Abriebfestigkeit; geringe bleibende Verformung |
Schwerer Abbruch mit hohem Zyklusanteil, Zerkleinern von Hartgestein |
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PTFE (Polytetrafluorethylen) |
Hervorragende Korrosionsbeständigkeit; chemische Inertheit |
Küstennahe Standorte, Unterwasseranwendungen sowie Standorte mit chemischer Belastung |
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FKM-Fluorelastomer |
Beständig gegen Meerwasser, hohe Temperaturen und ein breites Spektrum chemischer Stoffe |
Marine Sprengungen, Tunnelbau in salzhaltigem Grundwasser |
HOVOO- und HOUFU-Ingenieur-Dichtungskits für alle vier Werkstoffklassen, wobei die Compound-Spezifikationen an den Betriebsdruck, den Temperaturbereich und die Umgebungsbelastung angepasst sind. Die Verwendung der korrekten Werkstoffspezifikation – und nicht nur irgendeiner Dichtung, die physisch passt – ist entscheidend, um die Standzeit von einigen hundert auf mehrere tausend Betriebsstunden zu verlängern. Weitere Informationen unter https://www.hovooseal.com/
Dichtungstechnologie für hydraulische Brecher | wasserdichte, korrosionsbeständige Brecherdichtung | PTFE-/FKM-Hydraulikdichtung | Upgrade-Kit für Brecherdichtungen | HOVOO | HOUFU | hovooseal.com
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