Die Wahrscheinlichkeit steigt nicht linear mit der Zeit an – sie wächst exponentiell mit dem Verschmutzungsgrad. Eine Dichtung, die 0,4–0,8 L/Stunde durchlässt, führt durch Laufbuchsenverschleiß etwa 12–18 mg metallischen Verschleißabriebs pro Stunde in den hydraulischen Kreislauf ein. Der Hauptfilter der Pumpe (üblicherweise mit einer Absolut-Filterfeinheit von 10 μm) fängt Partikel oberhalb dieser Schwelle ab, doch 20–40 % des durch Laufbuchsenverschleiß entstehenden Abriebs liegen im Größenbereich von 5–10 μm – also unterhalb der Erfassungseffizienz des Filters. Diese Partikel mit einer Größe unter 10 μm durchlaufen den Filter und reichern sich in den Kolbenstiefel-Spielen der Pumpe mit einem Konzentrationsanstieg von 2–4 ppm pro 100 Betriebsstunden an.
Bei einer metallischen Kontamination von 4 ppm tritt Verschleiß an Präzisionspumpenkomponenten (Kolbensohlen, Zylinderblock-Portplatte) in den beschleunigten Verschleißbereich ein. Der Übergang vom normalen zum beschleunigten Verschleiß erfolgt bei einer bestimmten Kontaminationsgrenze – nicht schrittweise. Eine Ölprobe einer Sandvik HLX5T aus einem finnischen Quarzitbergwerk zeigte innerhalb eines Zeitraums von 100 Betriebsstunden einen Anstieg der metallischen Kontamination von 2,8 ppm auf 7,2 ppm – genau dem Zeitraum, in dem der Schlagdichtungs-Überlauf begann. Innerhalb von 180 Betriebsstunden nach diesem Kontaminationsanstieg musste die Hauptpumpe gegen einen Ersatz im Wert von 4.800 € inklusive Arbeitskosten ausgetauscht werden. Das Schlagdichtungs-Set für diese Maschine kostete 290 €.
Wahrscheinlichkeit eines Pumpenausfalls nach Kontaminationsgrad
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Kreislauf-Kontaminationsgrad |
Geschätzte metallische Kontamination in ppm |
Geschätzter Pumpenverschleißfaktor |
Geschätzte Pumpenlebensdauer bei diesem Grad |
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ISO 15/13/10 — sauberer, gut gewarteter Kreislauf |
Unter 1,5 ppm metallische Kontamination |
1× Basiswert — normaler Verschleißverlauf |
3.800–4.500 Betriebsstunden pro Pumpenlebenszyklus |
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ISO 16/14/11 — akzeptabler Betriebszustand |
1,5–2,5 ppm metallisch |
1,2–1,5× Ausgangswert — leicht erhöhter Verschleiß |
2.800–3.600 Stunden — geringer Einfluss auf die Planung |
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ISO 18/16/13 — Grenzbereich — Filter unter Last |
2,5–5 ppm metallisch — Partikel unter 10 μm nicht erfasst |
2,5–3× Ausgangswert — Eintritt in den erhöhten Verschleißbereich |
1.400–1.800 Stunden — wahrscheinlich ungeplanter Austausch |
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ISO 20/18/15 — ausfallende Schaltung, Dichtungs-Überströmung aktiv |
5–12 ppm metallisch — konsistente Zylinderlaufbuchsenbeschädigung |
5–8× Grundwert — beschleunigter Verschleiß bestätigt |
600–900 Stunden — Pumpenaustausch auf kurze Sicht |
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ISO 21/19/16 — schwerer Umgehungsstrom, mehrfache Dichtungsversagen |
Über 12 ppm metallisch — Kreislauf praktisch kontaminiert |
10–15× Grundwert — Ausfall unmittelbar bevorstehend |
200–400 Stunden — Pumpenausfall ohne Eingreifen |
Ölprobenahme in 200-Stunden-Intervallen ist kein optionales Qualitätsprogramm — sie ist das Frühwarnsystem, das den Übergang von ISO 18 zu ISO 20 erfasst, bevor dieser in den Bereich eines Pumpenausfalls führt. Die Kosten für eine Probe betragen 35–60 USD; die zu schützende Pumpe kostet 2.400–6.000 USD für den Austausch. HOVOO bietet Leitfäden zur Überwachung des Ölzustands sowie Schwellenwerttabellen für metallische Kontaminationen für alle gängigen hydraulischen Schlagbohrkreisläufe. Referenzen unter hovooseal.com.
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