
Sechstausendfünfhundert Unternehmen. Zweihunderttausend Besucher. Sechsundzwanzig Messehallen, die das gesamte Spektrum von Industrierobotik und Energieinfrastruktur bis hin zu additiver Fertigung, KI-gestützten Produktionssystemen und der Fluidtechnik abdecken, die all dies am Laufen hält. Die Hannover Messe ist keine reine Hydraulik-Messe. Sie ist etwas Nützlicheres: die weltweit größte Fachmesse für industrielle Technologien, bei der Hydraulik in Halle 13 gemeinsam mit den Antriebs-, Steuerungs- und Automatisierungssystemen präsentiert wird, mit denen sie interagiert – und bei der die Besucher, die durch die Hallen gehen, unter anderem Ingenieure von Siemens, ABB, Bosch und KION sind, die entscheiden, welche hydraulischen Komponenten in die nächste Generation industrieller und mobiler Maschinen eingebaut werden.
Die Hannover Messe 2026 findet vom 20. bis 24. April auf dem Gelände der Messe Hannover unter dem Motto „Think Tech Forward“ statt. Brasilien ist das Partnerland – was aus kommerzieller Sicht von Bedeutung ist, da Brasilien einer der wichtigsten südamerikanischen Märkte für Baumaschinen und Industriemaschinen ist und dessen Hersteller sowie Einkaufsverantwortliche in großer Zahl teilnehmen. Die Zone „Motion, Drive and Automation“ (MDA) ist der speziell für Leistungsübertragung und Fluidtechnik reservierte Bereich und konzentriert sich in Halle 13 sowie den angrenzenden Hallen, in denen mechanische und elektrische Antriebssysteme gemeinsam ausgestellt werden.
Die MDA-Zone auf der Hannover Messe ist die weltweit älteste Plattform speziell für Antriebstechnik und Fluidtechnik. Bosch Rexroth, Parker Hannifin, Bosch Rexroth, Moog, Hydac, Hawe Hydraulik, Liebherr Components sowie die gesamte Palette europäischer Hersteller von Hydrauliktechnik betrachten diese Halle als ihre Heimausstellung – den Ort, an dem sie der globalen Ingenieur-Community ihre neuesten Pumpenplattformen, Ventilsysteme, elektrohydraulischen Antriebe und integrierten Stromaggregat-Konstruktionen präsentieren.
Die Ausgabe 2026 trägt ein spezifisches Technologiemarkierungsmerkmal: Das gemeinsame Projekt Fluid 4.0, koordiniert vom VDMA-Fachverband Fluidtechnik, präsentiert auf der Messe seine Ergebnisse. Fluid 4.0 hat mehrere Jahre damit verbracht, standardisierte Daten-Schnittstellen und digitale Kommunikationsprotokolle für hydraulische und pneumatische Komponenten zu entwickeln – die Infrastruktur, die es ermöglicht, Fluidkraftgeräte in Industrie-4.0-Fertigungs- und mobilen Geräteplattformen zu integrieren. Bosch Rexroth demonstriert digitalisierte Hydraulik an ihrem Stand anhand einer voll funktionsfähigen Tiefziehpresse mit Digital-Twin-Anbindung und Echtzeit-IoT-Daten-Ausgabe. Dies ist keine Konzeptdemonstration – es handelt sich um produktionsreife Technologie, die in einem industriellen Kontext gezeigt wird und die Käufer hydraulischer Pumpen unmittelbar bewerten können.
Der Nutzen der Hannover Messe für Hersteller hydraulischer Komponenten geht über die Fluid-Power-Spezialisten in Halle 13 hinaus. Aufgrund der breiten thematischen Ausrichtung der Messe können Hersteller hydraulischer Pumpen und Ventile, die in der MDA ausstellen, OEM-Ingenieure aus Branchen erreichen, die niemals Fachmessen für Fluid Power besuchen: Automobilproduktionsanlagen, pharmazeutische Fertigungsmaschinen, Papier- und Druckmaschinen, Anlagen für die Lebensmittelverarbeitung, Pitch-Control-Systeme für Windkraftanlagen sowie hochpräzise Industriemaschinen, die von deutschen und europäischen Herstellern weltweit exportiert werden. Dies sind bedeutende Absatzmärkte für hydraulische Pumpen, die auf der IFPE und bei reinen Ventilfachmessen nicht an einem einzigen Ort gebündelt werden.
Der jährliche Zyklus ist gerade deshalb kommerziell wertvoll, weil er einen regelmäßigen Zugang zur gesamten deutschen und europäischen Gemeinschaft der Industrie- und Verfahrenstechnik bietet. Deutschland ist der weltweit drittgrößte Maschinenexporteur, und die Unternehmen, die diese Maschinen konstruieren und bauen, entsenden jedes Jahr im April Beschaffungs- und Konstruktionsfachkräfte nach Hannover. Die Messe zu verpassen bedeutet, ein ganzes Jahr lang diese Gespräche zu verpassen – kein Notfall für einen einzelnen Lieferanten, aber ein sich über mehrere Zyklen hinweg verstärkender Nachteil.
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Kategorie |
Details |
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Veranstaltungsname |
Hannover Messe 2026 – MDA (Motion, Drive & Automation) |
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Termine |
20.–24. April 2026 |
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Ort der Veranstaltung |
Messe Hannover, Messegelände, 30521 Hannover, Deutschland |
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Maßstab |
über 6.500 Aussteller; über 200.000 Besucher; Fluidtechnik in Halle 13 |
Die Fluid-4.0-Symposiumsveranstaltung und die Abschlussveranstaltung des VDMA im Juni 2026 rahmen die Hannover-Messe als Auftaktkapitel einer umfassenderen Digitalisierungsgeschichte für die Fluidtechnikbranche ein. Die zentrale Aussage von Fluid 4.0 lautet, dass hydraulische und pneumatische Komponenten standardisierte Daten-Schnittstellen benötigen – vergleichbar mit dem, was OPC UA für Fertigungsanlagen bereitstellt –, um vollständig in vernetzte industrielle Systeme integriert werden zu können. Für Hersteller hydraulischer Pumpen bedeutet dies eine Anforderung an die Produktentwicklung: Zukünftige Pumpenplattformen müssen strukturierte Betriebsdaten (Druck, Durchfluss, Temperatur, Vibration, Wirkungsgrad) in Formaten erzeugen, die Maschinensteuerungssysteme und Cloud-Analyseplattformen ohne aufwändige individuelle Integration verarbeiten können.
Die Käufer, die hydraulische Pumpen auf der Hannover Messe 2026 in Halle 13 bewerten, tun dies zunehmend vor dem Hintergrund dieser Anforderung. Eine Pumpe, die zwar auf einem Prüfstand gemäß Spezifikation arbeitet, aber ihren eigenen Zustand nicht an eine Predictive-Maintenance-Plattform melden kann, verliert bei den Spezifikationen für neue industrielle und mobile Geräteplattformen an Bedeutung. Auf der Hannover Messe wird dieser Standard gesetzt – öffentlich und vor der weltweiten Ingenieur-Community, durch die Unternehmen, die sich daran halten müssen.