
Polen hat seine Infrastruktur in den letzten zwei Jahrzehnten schneller umgebaut als fast jedes andere Land Europas. EU-Fördermittel, ein leistungsstarker Baubereich sowie nachhaltige Investitionen in Straßen, Schienenwege, Wohnungen und Energie haben die Nachfrage nach Baumaschinen trotz Konjunkturzyklen, die Märkte weiter westlich schwächten, konstant hoch gehalten. Dieser Hintergrund macht die INTERMASZ – Internationale Fachmesse für Baumaschinen, Fahrzeuge und Spezialausrüstung – zu einer der bedeutendsten Maschinenmessen in Mittel- und Osteuropa.
INTERMASZ 2026 findet vom 3. bis 6. Februar auf der Messe Poznań statt und wird von der MTP Group organisiert. Es handelt sich um eine zweijährlich stattfindende Veranstaltung, die in geraden Jahren ausgerichtet wird, und läuft zeitgleich mit zwei weiteren bedeutenden Messen auf demselben Gelände: BUDMA, der Internationalen Messe für Bauwesen und Architektur, sowie INFRATEC, die sich auf Lösungen für den Infrastrukturbau konzentriert. Diese gemeinsame Durchführung verwandelt eine ansonsten mittelgroße nationale Messe in eine regionale Branchenwoche mit einem gemeinsamen Publikum, das Fachbesucher aus der gesamten Region Mitteleuropas (CEE) anzieht.
Der Cluster BUDMA-INTERMASZ-INFRATEC ist gezielt zusammengestellt. Die MTP Group positioniert Posen als jährlichen Treffpunkt der Bauindustrie für Polen und die angrenzenden Märkte. BUDMA umfasst Baumaterialien, Fassaden, Fenster, Dämmstoffe und architektonische Produkte – die Ausgabe 2024 zog über 600 Aussteller aus mehr als 25 Ländern an und verzeichnete über 20.000 Fachbesucher. INFRATEC deckt Lösungen für Straßenbau, Tiefbau und Versorgungsinfrastruktur ab. INTERMASZ nimmt die zentrale Position ein und widmet sich Baumaschinen, Maschinenvermietung, Fahrzeugen sowie Spezialausrüstung.
Wenn beide Messen gleichzeitig stattfinden, bedeutet dies, dass ein Auftragnehmer, der die BUDMA zur Beschaffung von Baumaterialien besucht, an den INTERMASZ-Hallen vorbeigeht und dabei auf Händler von Baggern, Anbieter von Kranausleihdienstleistungen sowie Hersteller von Anbaugeräten trifft. Gerätekäufer, die die INTERMASZ besuchen, finden Lieferanten von Bauprodukten, die sie nicht gezielt gesucht hätten. Diese gegenseitige Bereicherung funktioniert – und die hohe Zahl wiederkehrender Besucher bestätigt, dass das gemeinsame Format eine breitere Fachpublikumsschicht anspricht, als es jede der drei Einzelmessen allein erreichen könnte.
Polen ist nach Volumen der größte Baumarkt in Mittel- und Osteuropa und zählt weiterhin zu den aktivsten Baumärkten der EU. Treibende Faktoren der Nachfrage waren insbesondere der Wohnungsbau, der Straßenbau, die Modernisierung des Eisenbahnnetzes sowie der Bau industrieller Anlagen. Das Land war ein wichtiger Empfänger der EU-Kohäsionsfonds, mit denen groß angelegte Infrastrukturprogramme finanziert wurden, die einen kontinuierlichen Einsatz von Baugeräten erforderten.
Der Gerätevermietungssektor in Polen hat sich parallel zur Projektaktivität weiterentwickelt. Große Vermietungsflotten erfordern regelmäßige Austauschzyklen, wodurch die Nachfrage auch in Jahren aufrechterhalten wird, in denen neue Projekte langsamer anlaufen. Hersteller von Anbaugeräten betrachten polnische Vermietunternehmen als sachkundige, vergleichsorientierte Käufer, die Zuverlässigkeit und Serviceunterstützung gegenüber dem Listenpreis priorisieren – ein Käuferprofil, das Investitionen in Marken und lokale Vertretung belohnt.
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Kategorie |
Details |
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Veranstaltungsname |
INTERMASZ 2026 (mit BUDMA & INFRATEC) |
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Termine |
3.–6. Februar 2026 |
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Ort der Veranstaltung |
Internationale Messe Poznań (MTP Group), Poznań, Polen |
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Frequenz |
Alle zwei Jahre (INTERMASZ/INFRATEC in geraden Jahren) |
INTERMASZ verleiht Goldmedaillen durch eine Wettbewerbsjury bei jeder Ausgabe. Die Medaillen würdigen Maschinen und Geräte, die in ihrer Kategorie als echte Innovationen bewertet werden – nicht nur neue Produktvorstellungen, sondern Fortschritte bei Produktivität, Sicherheit oder Umweltleistung. Frühere Ausgaben zogen wettbewerbsfähige Einreichungen sowohl polnischer als auch internationaler Aussteller an, und die Auszeichnungen generieren Fachpresse-Berichterstattung, die die Reichweite der Messe über ihren vier Tage dauernden Besuchshorizont hinaus ausdehnt.
Die Polnische Kammer der Bauingenieure (PIIB) ist gemeinsam mit dem Verband der Polnischen Maschinenbauingenieure und -techniker offizieller Branchenpatron der Ausgabe 2026 geworden. Diese Empfehlungen spiegeln das Engagement der Fachcommunity für die Messe wider und tragen dazu bei, praktizierende Ingenieure, Bauleiter sowie technische Einkäufer anzuziehen, die über Beschaffungsbefugnisse verfügen – und nicht lediglich allgemeines branchenbezogenes Interesse mitbringen.
Poznań liegt ungefähr im geografischen Zentrum Polens und verfügt über gute Bahn- und Straßenverbindungen nach Warschau, Berlin, Prag sowie weiter nach Osten. Für internationale Aussteller, die INTERMASZ als Einstiegspunkt in den mittelosteuropäischen Markt nutzen, ist die Stadt logistisch praktikabler als Warschau und deutlich kostengünstiger. Die Region um Poznań – die Woiwodschaft Großpolen – ist selbst ein aktives Zentrum für Bau- und Fertigungsindustrie; dies bedeutet, dass neben nationalen und internationalen Besuchern, die eigens zur Messe anreisen, auch lokale Käufer vor Ort sind. Für Hersteller von Hydraulikbrechern und Anbaugeräten, die auf den mitteleuropäischen Markt abzielen, bietet INTERMASZ direkten Zugang zu polnischen Distributoren, Vermietungsunternehmen und Abbruchunternehmen in einer konzentrierten Umgebung – eine Präsenz, die andernfalls Monate individueller Verkaufsbesuche erfordern würde.