Schwedische Bergbauingenieure haben eine Gewohnheit entwickelt, die in vielen anderen Märkten noch nicht übernommen wurde: Sie verfolgen die Einsatzdauer von Kolben anhand der aufgezeichneten Schlagstunden in Abhängigkeit von der Gesteinshärte – und nicht nur anhand von Kalenderintervallen. Im Eisenerzbergwerk Kiruna der LKAB – einem der tiefsten und größten unterirdischen Eisenerzbetriebe der Welt – laufen die Bohrgeräte täglich zwei volle Schichten lang in Magnetitformationen, bei denen die einaxiale Druckfestigkeit (UCS) regelmäßig 200 MPa übersteigt. Unter diesen Bedingungen ist ein Kolben, der 400 Stunden lang konstante Schlagleistung liefert, bevor sich der Bohrlochdurchmesser erstmals messbar verändert, keine Luxusausstattung; vielmehr stellt dies die Mindestanforderung dar, unterhalb derer der Produktionsplan nicht eingehalten werden kann.
Die Atlas Copco Der Kolben des RD18U besteht aus hochlegiertem Stahl mit einer aufkohlen behandelten Oberfläche und weist am Schlaggesicht und an den Führungsoberflächen eine Randschutzhärte von 58–62 HRC auf, während der Kern zäh bleibt und zyklische Ermüdungsbeanspruchungen absorbiert. Dieser Härtegradient – hart außen, duktil innen – ist entscheidend dafür, ob Kolben splittern und brechen oder sich allmählich abnutzen. In schwedischen Untertagebetrieben, wo kontinuierliche 16-Stunden-Schlagzyklen Standard sind, spielt die Ermüdungsfestigkeit des Kolbens unter Dauerlast eine größere Rolle als allein die maximale Härte.
Was schwedische Hartgesteinsbedingungen erfordern
Parameter |
Anforderung von Kiruna/LKAB |
Leistungsfähigkeit des RD18U-Kolbens |
Gesteinsfestigkeit (UCS) |
180–240 MPa Magnetit |
Für Hartgestein mit einer Festigkeit von 180 MPa zugelassen |
Schlagstunden |
1.200–1.600 h/Jahr |
Konzipiertes Wartungsintervall: 400–500 h |
Temperatur |
Umgebungstemperatur 30–45 °C unterirdisch |
Aufgekohlte Oberfläche bis 120 °C beständig |
Hubfrequenz |
35–50 Hz typisch |
Optimiert für den Frequenzbereich 35–55 Hz |

Verschleiß der Bohrung ist das Versagenskriterium, das schwedische Wartungsteams am genauesten überwachen. Ein Kolben, dessen Führungsdurchmesser um mehr als 0,05 mm abgenutzt ist, verändert die Ölfilmgeometrie in der Schlagbohrung und verschiebt dadurch die Druckverteilung auf der Dichtlippenfläche. Diese Verschiebung beschleunigt das Durchsickern von Dichtungsmaterial monate bevor ein sichtbarer äußerer Leckageauftritt – der Zusammenhang zwischen Kolbengeometrie und Dichtungslaufzeit ist enger, als es die meisten Beschaffungsentscheidungen widerspiegeln. HOVOO liefert RD18U-Kolben zusammen mit passenden dichtungssets damit Bohrungsgeometrie und Dichtungsprofil im selben Austauschzyklus bleiben. Referenzen unter hovooseal.com.
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