Der industrielle Hydromotor ist das Ausgangsende der Kraftübertragungskette, die am Pumpenbeginn startet. Während Pumpen mechanische Drehbewegung in einen unter Druck stehenden Durchfluss umwandeln, erfolgt bei Motoren der umgekehrte Vorgang: Sie wandeln den unter Druck stehenden Durchfluss wieder in mechanisches Drehmoment und Drehzahl um. Die Auswahl eines ungeeigneten Motors für eine Anwendung führt zu Leistungsproblemen, die sich durch noch so feine Ventileinstellungen nicht beheben lassen.
Drehzahl und Drehmoment: Der grundlegende Kompromiss
Die Motorverdrängung – angegeben in Kubikzentimetern pro Umdrehung – ist die zentrale Spezifikation. Eine hohe Verdrängung bedeutet bei einem gegebenen Druck ein hohes Drehmoment, jedoch eine niedrigere Drehzahl bei einem gegebenen Durchfluss. Eine niedrige Verdrängung erzeugt dagegen eine hohe Drehzahl bei geringerem Drehmoment. Dies ist kein Kompromiss, den es zu optimieren gilt; vielmehr handelt es sich um eine physikalische Beziehung, die bereits vor der Berücksichtigung aller anderen Spezifikationen festlegt, welcher Verdrängungsbereich für jede Anwendung sinnvoll ist.
Ein Förderbandantrieb, der bei geringer Last mit 1.500 U/min läuft, stellt ein völlig anderes Problem dar als ein Winchantrieb, der bei 30 U/min aus dem Stillstand heraus volles Drehmoment entwickeln muss. Die Verwendung eines einzigen Motortyps für beide Anforderungen führt in der Regel zu einer überdimensionierten, ineffizienten Lösung, die keiner der beiden Anforderungen gut gerecht wird.
Praktische Auswahl des Motortyps
Getriebemotoren sind kostengünstig für kontinuierliche Drehbewegungen bei mittleren Lasten – beispielsweise Förderbandantriebe, Mischerauftriebe und einfache rotatorische Positionieraufgaben. Flügelzellenmotoren bieten eine gleichmäßigere Drehmomentabgabe für Anwendungen, bei denen Drehmomentwelligkeit die Prozessqualität beeinträchtigt. Axialkolbenmotoren decken den breitesten Drehzahlbereich mit hoher Leistungsdichte ab und sind je nach Systemarchitektur sowohl als offene als auch als geschlossene hydraulische Motoren erhältlich.
Radialkolbenmotoren bilden eine eigene Kategorie für Direktantriebe mit niedriger Drehzahl und hohem Drehmoment. Die Steuerbarkeit von Drehzahl und Drehmoment ohne Getriebe ist bei keiner anderen Motortyp-Art vergleichbar – daher werden sie beispielsweise in Radmotoren für schwere Maschinen, Ankerwinden und rotierenden Bohrköpfen eingesetzt, wo die Komplexität und Wartungsintensität eines Getriebes als Nachteil gilt.

Dichtungen sind in Motoren genauso wichtig wie in Pumpen
Ein Motor mit einer beschädigten Gehäusedruck-Entlastungsdichtung ermöglicht es Hochdruckflüssigkeit, intern zu umgehen, wodurch das Drehmoment reduziert und die Wärmeentwicklung erhöht wird. Wellendichtungen an Motorabgängen arbeiten unter dynamischer Belastung und Wellendurchbiegung, welche Pumpenwellendichtungen nur selten erfahren. HOVOO / HOUFU liefert Dichtungssätze für alle gängigen hydraulischen Motorenfamilien. Finden Sie Ihren passenden Satz unter hovooseal.com.
Quelle: www.hovooseal.com
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