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Welche frühen Warnsignale deuten auf verschlissene Dichtungen in einem hydraulischen Bohrhammer hin?

2026-05-01 17:36:25
Welche frühen Warnsignale deuten auf verschlissene Dichtungen in einem hydraulischen Bohrhammer hin?

Die Dichtungen signalisieren ihren Zustand über drei weitere Systeme, noch bevor Öl nach außen austritt. Erstes Signal: Abfall des Schlagdrucks. Ein intaktes Bohrgerät, das mit 160–175 bar betrieben wird, zeigt am Manometer des Schlagkreises eine stabile Druckanzeige. Wenn die Dichtungen intern beginnen, zu lecken, sinkt dieser Wert während kontinuierlichen Bohrens – nicht im Leerlauf – um 8–12 bar ab. Dieser Abfall ist das „Signal“ der Dichtungen; die meisten Bediener interpretieren ihn jedoch fälschlicherweise als Problem der Pumpe statt als Dichtungsproblem.

 

Zweites Signal: Steigende Hydrauliköltemperatur ohne Laständerung. Wenn die Dichtungsleckage zunimmt, zirkuliert die Hydraulikflüssigkeit erneut durch die Drosselstelle zwischen der abgenutzten Dichtlippe und der Bohrungsfläche. Diese Drosselung wandelt Druckenergie in Wärme um – typischerweise um 5–8 °C Erwärmung der Rücklauföltemperatur pro Millimeter Rückzug der Dichtlippe. Bei einem Bohrgerät mit normaler Betriebstemperatur von 78 °C ist ein anhaltender Anstieg auf 85–88 °C bei unveränderter Umgebungstemperatur oder Bohrtiefe ein zuverlässiger Hinweis auf Dichtungsverschleiß. Drittes Signal: Abfall der Vortriebsgeschwindigkeit bei gleichbleibendem Luftdruck und gleicher Wasserdurchflussmenge.

Tabelle für Dichtungsverschleiß-Signalschwellen

Warnsignal

Normalbereich

Frühzeitige Verschleißschwelle

Unverzüglich ersetzen, falls

Schlagkreisdruck während des Bohrens

160–175 bar konstant

Abfall von 8–12 bar über 20 Minuten hinweg

Abfall größer als 15 bar oder Druck instabil

Hydraulik-Rücklauföltemperatur

70–78 °C im stationären Zustand

Anstieg auf 82–86 °C ohne Änderung der Umgebungsbedingungen oder Last

Dauerhafter Wert über 88 °C für mehr als 30 Minuten

Eindringgeschwindigkeit in konsistenter Formation

Grundgeschwindigkeit je Formation festgelegt

Rückgang um 10–15 % bei derselben Formationstyp

Rückgang über 20 % — Zylinderlaufbuchsenbeschädigung wahrscheinlich

Ölstandssenkung im Hydrauliktank

Stabiler Stand zwischen wöchentlichen Kontrollen

Stand sinkt um 2–4 L pro 50-Stunden-Intervall

Füllstand fällt um mehr als 6 L — Versagen der externen Dichtung

Ölklarheit am Sichtglas

Bernsteinfarben/klar, keine sichtbaren Partikel

Leichte Dunkelung oder Trübung tritt auf

Milchig, schaumig oder deutlich dunkel — sofort stoppen

 

Die wertvollste Wartungsmaßnahme ist kein geplanter Zerlegungsvorgang, sondern eine fünfminütige Druck- und Temperaturkontrolle zu Beginn jeder Schicht. Trends sind wichtiger als Einzelmesswerte. Ein Schlagdruck, der über drei aufeinanderfolgende Schichten hinweg um 4 bar gesunken ist, liefert Ihnen mehr Informationen als ein einmaliger Abfall um 12 bar. HOVOO liefert Dichtungskits für Atlas Copco- und Sandvik-Bohrgeräte inklusive Montageanleitungen mit Referenzwerten für die Betriebsparameter. Weitere Informationen unter hovooseal.com.