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So beurteilen Sie optische (kosmetische) Fehler an O-Ringen

Jul.23.2026

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1. Was kann akzeptiert werden?

Bewertung O-Ring die Beurteilung visueller Fehler erfordert die gemeinsame Betrachtung von Fehlertyp, visuellem Gütegrad, maßlichen Grenzen, Fehlerposition und Anwendungsrisiko. In China wird häufig die Norm GB/T 3452.2-2007 „Hydraulische und pneumatische O-Ringe – Teil 2: Spezifikation für die Prüfung der Oberflächenqualität“ herangezogen; diese Norm ist derzeit in Kraft und entspricht ISO 3601-3:2005. ISO 3601-3:2005 definiert Annahmekriterien für O-Ring-Qualität, Klassifizierung von Oberflächenfehlern sowie zulässige Höchstgrenzen und gilt für Fluidsysteme und die Luft- und Raumfahrt. O-Ringe .

Fehlerfeld

Allgemeine Bewertung

Akzeptabel?

Risikofokus

Risse

Standardmäßig schwerwiegender/kritischer Fehler

In der Regel nicht akzeptabel

Hohes Risiko, kann einen Leckpfad bilden

Schnitte/Risse

Standardmäßig schwerwiegender/kritischer Fehler

In der Regel nicht akzeptabel

Hohes Risiko, insbesondere an der Dichtfläche oder der dynamischen Dichtstelle

Fehlendes Gummi / unvollständige Füllung / Materialmangel

Grundsätzlich hochriskanter Fehler

Grundsätzlich nicht akzeptabel; geringfügige Fälle innerhalb der Standardtoleranzen können einzelfallbezogen auf Akzeptanz geprüft werden

Hohes Risiko, verringert den Querschnitt und bildet einen Leckweg

Blasen/Lunker/Porosität/Nadelstichlöcher

Mittel- bis hochgradiges Risiko

Oberflächenblasen/Lunker in der Regel nicht akzeptabel; mikroskopische Vertiefungen an der Dichtfläche erfordern Standardtoleranzen und eine einzelfallbezogene Bewertung

Extrem hohes Risiko bei Vakuumdichtungen und dynamischen Dichtstellen

Blitz

Bedingt akzeptabel

Akzeptabel innerhalb eines gesteuerten Bereichs

Hängt von Höhe, Dicke und davon ab, ob es sich auf der Dichtfläche befindet

Formtrennlinien/Trennlinien

Bedingt akzeptabel

Leichte, durchgehende, nicht unterbrochene und nicht erhabene Markierungen sind akzeptabel

Oberflächlich; das Risiko steigt bei dynamischen Gleitflächen

Fremdstoffe/Einschlüsse

Bedingt/Ausschuss

Harte, metallische oder auf der Dichtfläche befindliche Einschlüsse sind in der Regel nicht akzeptabel

Kann eine Leckstelle oder Kontamination verursachen

Trimmmarkierungen

Bedingt/Ausschuss

Zulässig, wenn die Karosserie nicht eingeschnitten und der Querschnitt nicht zu klein ist

Übermäßiges Trimmen verringert den Querschnitt und erzeugt eine Leckstelle

Kosmetische Qualität

Kontrolle nach N/S/CS-Qualitätsgrad

Muss bei Kauf vereinbart werden

Höherer Grad = engere Toleranzen für Fehler und Abmessungen

2. Verwendung von Oberflächenqualitätsgraden: N, S, CS bedeuten nicht „wie gut es aussieht“, sondern Risikostufen

Sorte

Typischer Gebrauch

Beurteilungstendenz

Grad N

Allgemeine Industrie, geringes bis mittleres Risiko, statische Dichtungen

Größere Toleranz für Oberflächenfehler akzeptabel

Qualitätsstufe S

Automobilindustrie, Schlüsselindustrie, präzise Montage, höhere Anforderungen

Anschnitt, fehlendes Gummi und Vertiefungen strenger kontrolliert

Qualitätsstufe CS

Luft- und Raumfahrt, Militär, lebenssicherheitsrelevante Anwendungen, Hochdruckgas, hochzuverlässige Einsatzbedingungen

Nahezu keine Toleranz für verdächtige Fehler; möglicherweise erforderlich: technische Bewertung oder Ausschuss

Die Logik hinter der Einstufung nach ISO 3601-3 basiert auf einer risikobasierten Klassifizierung der Anforderungen an die Oberflächenqualität: Qualitätsstufe N für allgemeine Anwendungen, Qualitätsstufe S für höhere Qualität oder Präzisionsanforderungen, Qualitätsstufe CS für höhere Zuverlässigkeit oder kritische Einsatzbedingungen.

Kaufempfehlung: formulieren Sie nicht einfach „keine offensichtlichen visuellen Fehler.“ Besser lautet die Formulierung: „Erscheinungsbild gemäß GB/T 3452.2-2007 Qualitätsstufe N/S oder ISO 3601-3:2005+Amd.1:2018 Qualitätsstufe N/S/CS; die Dichtflächen müssen frei von Rissen, Schnitten, Blasen, harten Einschlüssen und Übertrimmung sein.“

3. Einzelne Beurteilung nach Merkmalen: Anschnitt, fehlendes Gummi, Blasen, Risse, Formtrennlinien, Fremdstoffe, Trimmen

3.1 Grat: Wird nicht automatisch abgelehnt, muss jedoch kontrolliert werden

Zulässige Bedingungen: Der Grat ist klein, durchgehend, gut haftend und nicht locker; überschreitet nicht die für die jeweilige optische Qualität festgelegte Grenze; bildet keine scharfe Erhebung auf dem primären Dichtungskontaktband; nach dem Entgraten keine Schnitte, fehlender Gummi oder Risse.

Unzulässige Bedingungen: Der Grat ist erhaben, locker oder lässt sich abziehen; der Grat bildet eine scharfe Kante; der Grat befindet sich auf einer dynamischen, gleitenden Dichtfläche; die Höhe oder Breite des Grats überschreitet die in der Zeichnung oder Norm festgelegte Grenze; das Entgraten beschädigt das Grundmaterial.

ISO 3601-3/Amd.1:2018 präzisiert den „kombinierten Grat“ der Qualitätsstufen N und S – also die Kombination aus ungenauer Formhälftenpassung, Grat und erhabener Trennlinie – und gibt die zulässigen Höchstabmessungen entsprechend des Querschnittsdurchmessers d2 an; in der Überarbeitung wird vermerkt, dass das eigenständige „Gratkriterium a“ gestrichen wurde, weshalb die verwendete Version eindeutig angegeben werden muss.

Empfehlung für die QC-Beurteilung: für statische, niederdruckige, nicht kritische Dichtflächen kann im Allgemeinen ein kleiner und stabiler Grat gemäß den Grenzwerten der Klasse N akzeptiert werden; bei dynamischen Dichtungen, Vakuum-, Hochdruckgas- oder pharmazeutischen/lebensmitteltechnischen Kontaktflächen ist die Kontrolle gemäß Klasse S oder CS vorzunehmen.

3.2 Fehlendes Gummi / Unvollständige Füllung / Materialmangel: Im Allgemeinen hohe Risikostufe, darf nicht als „geringfügiger kosmetischer Mangel“ behandelt werden

Das wesentliche Risiko fehlenden Gummis besteht in einem lokal verminderten Querschnitt, unzureichender Kompression und unzureichender Kontaktspannung – wodurch leicht ein Leckpfad entstehen kann. Dies ist besonders risikoreich, wenn das fehlende Gummi auf der inneren Dichtflächen-Durchmesserseite, der äußeren Dichtflächen-Durchmesserseite, der Stirndichtflächen-Seite oder in der Nähe der Trennfläche auftritt.

Sehr eng begrenzte zulässige Bedingungen: das fehlende Gummi ist sehr flach und sehr kurz; befindet sich nicht auf der Dichtkontaktfläche; beeinträchtigt nicht den minimalen Querschnittsdurchmesser; liegt innerhalb des Grenzwerts für „Unvollständige Füllungen und Vertiefungen“ der jeweils anzuwendenden Klasse N oder S; bildet nach der Montagekompression keinen durchgehenden Leckpfad.

Unzulässige Bedingungen: fehlendes Gummi bildet eine Kerbe, Vertiefung, Schnitt oder Stufe; fehlendes Gummi durchdringt die Trennfläche oder deren Rand; fehlendes Gummi reduziert den Querschnitt unter die untere Grenze der Zeichnung; mehrere konzentrierte Fälle von fehlendem Gummi an einem Teil.

ISO 3601-3/Amd.1:2018 legt für beide Klassen N und S „Unvollständigkeiten und Vertiefungen“ fest und gibt maximale Größenbegrenzungen an; die Begrenzung für Klasse S ist deutlich strenger als die für Klasse N.

Fazit: fehlendes Gummi darf nicht einfach akzeptiert werden; nur wenn „die Maßangabe innerhalb der zulässigen Toleranz liegt + nicht im Bereich der Dichtfunktion liegt + den minimalen Querschnitt nicht beeinträchtigt + das Anwendungsrisiko gering ist“, kann es nach Prüfung durch die Qualitätssicherung oder das Konstruktionsbüro freigegeben werden.

3.3 Blasen/Blasenlöcher/Offene Blasen/Stecknadellöcher: Oberflächenblasen sollten generell nicht akzeptiert werden

Typ

Beurteilung

Oberflächliche Wölbung (Blase)

In der Regel abgelehnt; kann im Betrieb platzen

Offene Blase/Offenes Stecknadelloch

In der Regel abgelehnt; stellt bereits eine Leckstelle dar

Kleine geschlossene Vertiefung

Kann fallweise als „Grube/nicht gefüllt“-Grenzwert behandelt werden

Interne unsichtbare Mikroporosität

Schwierig anhand einer Sichtprüfung zu beurteilen; bei kritischen Dichtungen Verifizierung mittels Röntgenprüfung oder gasdichter Druckprüfung erforderlich

Bei der Analyse von O-Ring-Ausfällen stehen Blasenbildung, Pitting, Rissbildung und Hohlräume mit dem Werkstoff, der Chemie, Temperatur- oder Druckänderungen in Zusammenhang; eine explosive Dekompression kann sich ebenfalls als Oberflächenblasenbildung, Pitting oder Fleckenbildung manifestieren.

Fazit: sichtbare Blasen, insbesondere Blasen/Pinholes auf der Dichtfläche, sind bei Hochdruck-/Gas-/Vakuum-/Dynamikanwendungen abzulehnen. Isolierte, flache Pits außerhalb der Dichtfläche innerhalb der zulässigen Grenzwerte können unter Umständen akzeptiert werden.

3.4 Risse: Grundsätzlich nicht zulässig

Risse gehören zu den strengsten kontrollierten Merkmalen bei Oberflächenfehlern von O-Ringen. Risse erzeugen eine Spannungskonzentration und können sich unter Druck-, Zug-, Montage- oder Medienbelastung leicht ausbreiten; sie bilden direkt einen Leckweg. Auch in der industriellen Fehleranalyse-Literatur wird das Auftreten von Rissen als häufiger Ausfallmodus aufgeführt; Montageschäden können sich als kleine Schnitte oder fehlendes Gummi zeigen, thermische Alterung als radiale Hochtemperaturrisse.

Unzulässige Bedingungen: sichtbare Risse; haardünne Risse nach Dehnung; Risse auf der Stirnfläche, der Innendurchmesser- (ID-) oder Außendurchmesser- (OD-) Dichtfläche; Risse, die an der Trennfläche öffnen; Schnittstellen von Entgratwerkzeugen, die sich zu Rissen entwickeln; Alterungs-, Ozon- oder Wärmerisse; mehrfach wiederkehrende Risse am selben Typ.

Leicht falsch einzuschätzende Fälle: leichte Trennlinien, Fließmarken oder Verfärbungslinien sind nicht zwangsläufig Risse. Beurteilungsmethode: vorsichtig bei geringer Vergrößerung biegen oder drücken und beobachten – weist das lineare Merkmal eine Öffnung, erhabene Ränder, Tiefe oder eine Neigung zur Ausbreitung auf, ist es als Riss zu bewerten.

Fazit: risse und Schnitte/Brisuren sind generell nicht akzeptabel. Sofern die Kundenzeichnung oder eine besondere Norm ausdrücklich eine bestimmte Art von Rissen außerhalb der Dichtfläche zulässt, darf die Qualitätssicherung solche Teile nicht eigenständig freigeben.

3.5 Formtrennlinie / Teilungslinie: Leichte Ausprägung ist akzeptabel; Erhöhungen oder Vertiefungen jenseits des zulässigen Maßes sind nicht akzeptabel

O-Ringe, die durch Kompressionsformung hergestellt werden, weisen im Allgemeinen eine Formtrennlinie (Teilungslinie) auf. Die Formtrennlinie selbst stellt keine Unregelmäßigkeit dar; ihre Lage fällt jedoch häufig mit Grat, Fehlausrichtung, Blasen, Vertiefungen, Übertrimmung und Einrissen zusammen.

Zulässige Bedingungen: die Formtrennlinie ist kontinuierlich und gleichmäßig, weist keine Risse oder scharfen erhabenen Kanten auf, ist durch Abtasten mit der Hand nicht wahrnehmbar, beeinträchtigt die Montage nicht, und Fehlausrichtung, Grat oder erhabene/vertiefte Merkmale entlang der Formtrennlinie liegen innerhalb der für die jeweilige Güteklasse zulässigen Grenzen.

Unzulässige Bedingungen: die erhabene Kante der Formtrennlinie ist deutlich erkennbar und wird nach der Montage zur primären Kontaktstelle; der Bereich der Formtrennlinie weist Risse, fehlenden Gummi, Blasen oder einen abgeblätterten Gratrand auf; die Formtrennlinie bildet einen Reibungsring auf einer dynamischen Dichtfläche mit Gleitbewegung.

ISO 3601-3/Amd.1:2018 umfasst Unstimmigkeiten, kombinierte Gratbildung, erhabene Trennlinienkanten und Vertiefungen entlang der Trennlinie in die dimensionsbezogenen Kontrollkriterien für Oberflächenfehler.

3.6 Fremdstoffe / Einschlüsse: Prüfen Sie Material, Lage und ob Erhebungen vorliegen

Generell abgelehnt: metallspäne, Sandkörner, harte Partikel, freiliegende Fasern, weiße erhabene Stellen, Partikel auf der Dichtflächenkontaktfläche, extrahierbare Fremdkörper oder Risse/Leerstellen um den Fremdstoff herum.

Kann zur Genehmigung geprüft werden: nicht-harte, nicht-erhabene, nicht-an-der-Dichtfläche liegende geringfügige Farbflecken, die die Materialeigenschaften nicht beeinträchtigen und die Kundenanforderungen hinsichtlich Farbe, Sauberkeit oder Medienkontamination nicht verletzen.

Der Rahmen zur Oberflächenfehlerkontrolle nach ISO 3601-3 umfasst Risse, Blasen/Blasenlöcher, Gratbildung und Kontamination als Kategorien; das Ziel der Fremdkörperkontrolle besteht darin, Produktkonsistenz und Dichtzuverlässigkeit sicherzustellen.

3.7 Entgraten: Entgraten ist zulässig, Beschädigungen durch das Entgraten sind es nicht

Das Trimmen ist an sich kein Fehler – übermäßiges Trimmen stellt den Fehler dar.

Zulässiges Trimmen: gleichmäßiges und glattes Trimmen; keine Schnittschäden; keine lokal verminderte Querschnittsdicke; der getrimmte Querschnittsdurchmesser erfüllt weiterhin das Mindestmaß gemäß Zeichnung oder Norm; keine radialen Werkzeugmarkierungen.

Unzulässiges Trimmen: schnitte in das Grundmaterial; flaches Trimmen; Entstehung einer Kerbe, eines Risses oder einer Auskerbung; lokale Querschnittsdicke unterschreitet die Untergrenze; radiale Werkzeugmarkierungen bleiben erhalten.

ISO 3601-3/Amd.1:2018 legt für beide Güteklassen N und S fest: Das Trimmen ist zulässig, jedoch darf die entsprechende Abmessung nicht unter den minimalen Querschnittsdurchmesser der O-Ringe fallen, und radiale Werkzeugmarkierungen sind nicht zulässig.

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4. Qualitätsbewertung nach Risikostufe

Stufe A: Hochrisiko, grundsätzlich Ausschuss

Gilt für: Risse, Schnitte, Einrisse, Blasen, Durchstechlöcher, fehlenden Gummibereich auf der Dichtfläche, harte Einschlüsse, metallische Fremdstoffe, Schäden durch übermäßiges Trimmen, Querschnitt unterhalb der Untergrenze, wiederkehrende Fehler innerhalb derselben Charge.

Behandlung: charge isolieren; einen NCR (Non-Conformance Report) erstellen; die Produktion bis hin zu Form, Compound, Vulkanisation, Entlüftung und Entgraten zurückverfolgen; den Einkauf informieren, um vom Lieferanten einen 8D-Bericht oder korrektive Maßnahmen zu verlangen; bei kritischen Produkten eine Vollinspektion in Erwägung ziehen oder die Verwendung der Charge vorläufig einstellen.

B-Stufe: Mittleres Risiko, erfordert dimensionsbezogene Messung und technische Bewertung

Gilt für: flache Gummiverluste, flache Vertiefungen, geringfügige Nadellöcher, Formtrennlinien-Vertiefungen, lokal begrenzte Flashbildung, geringfügige Passungsfehler, Fremdkörper außerhalb der Dichtflächen, geringfügig ungleichmäßige Entgratung.

Behandlung: stichprobe gemäß GB/T 3452.2, ISO 3601-3 oder kundenspezifischen Stichprobenanforderungen; prüfen, ob der Fehler im Dichtkontaktbereich auftritt; Anwendungsdruk, Medien, Temperatur sowie dynamische/statische Betriebsbedingungen bestätigen; ggf. Montageversuch oder Druckhalteprüfung mit Luft/Wasser durchführen.

C-Stufe: Geringes Risiko, kann gemäß Norm akzeptiert werden

Gilt für: geringfügige Formtrennlinie; Flash innerhalb des zulässigen Bereichs; geringfügige Farbflecken auf einer nicht funktionsrelevanten Oberfläche; geringfügige Fließmarken; glatte, gleichmäßige, unbeschädigte Entgratmarkierungen.

Behandlung: aufzeichnen und Freigeben; steigt der Anteil ähnlicher Fehler, so ist dies an die Produktion zurückzumelden, um die Form oder den Entgratungsprozess anzupassen.

5. Bedienungsanleitung für Qualitätssicherung (QC), Produktion und Einkauf

Anleitung für die Qualitätssicherung (QC)

Die QC sollte in dieser Reihenfolge bewerten: Zunächst Zeichnung und Beschaffungsspezifikation prüfen – ist GB/T 3452.2, ISO 3601-3, der interne Kundenstandard oder die Oberflächenqualität N/S/CS angegeben? Dann den Fehlertyp klassifizieren – Gratbildung, fehlender Gummibestandteil, Blasen, Fremdkörper, Risse, Trennnaht, Entgratmarkierungen – jeweils separat erfassen, nicht pauschal als „optischer Fehler“; anschließend die Lage bewerten – Dichtfläche innen (ID), Dichtfläche außen (OD), Stirndichtfläche, Trennnahtzone, nichtfunktionale Fläche; dann Maße prüfen – Höhe, Tiefe, Länge, Breite, Anzahl, Abstand; abschließend das Risiko bewerten – dynamische Dichtung, Hochdruck, Gas, Vakuum, Lebensmittel-/Pharma-Anwendung sowie sicherheitskritische Komponenten werden stets streng bewertet.

Produktionshinweise

Fehler

Häufige Produktionsursache

Korrekturrichtung

Blitz

Formverschleiß, unzureichende Schließkraft, Überfüllung, verschmutzte Trennfläche

Form reparieren/austauschen, Trennfläche reinigen, Gewicht der Charge kontrollieren, Schließdruck optimieren

Fehlendes Gummi

Unzureichende Charge, schlechte Fließfähigkeit, unzureichende Entlüftung, instabile Formtemperatur

Charge, Entlüftung, Vulkanisationstemperatur und -zeit anpassen

Blister

Einschließen von Luft beim Mischen, unzureichende Entlüftung, Feuchtigkeit/flüchtige Bestandteile, instabiler Vulkanisationsgrad

Vorbehandlung der Masse verbessern, Entlüftung optimieren, Konsistenz der Vulkanisation erhöhen

Risse

Zug beim Auswerfen, Beschädigung durch Entgratwerkzeuge, Über-/Untervulkanisation, Alterung, scharfe Formecken

Auswerfverfahren und Entgratmethoden verbessern, Vulkanisation und Formecken überprüfen

Fremdstoffe

Verunreinigung der Masse, Verunreinigung der Form, Zellverunreinigung

Filterverbindung, Form reinigen, Zelle reinigen

Formlinien-Anomalie

Formfehlausrichtung, Beschädigung der Formoberfläche, ungenaue Positionierung

Reparatur, Kalibrierung der Form, Überprüfung der Positionierstifte

Übertrimmen

Manuelles Trimmen zu tief, kryogene Trimmparameter falsch eingestellt

Grenzproben festlegen, Mitarbeiter schulen, Trimmparameter optimieren

Einkaufsleitfaden

Bestellungen und technische Vereinbarungen müssen klar formuliert sein, z. B.: „O-Ring für kosmetische Anwendungen: GB/T 3452.2-2007 Klasse N/S oder ISO 3601-3:2005+Amd.1:2018 Klasse N/S/CS; die Dichtflächen dürfen keine Risse, Schnitte, Blasen, harten Einschlüsse, offensichtlichen Fehler oder Übertrimmungen aufweisen; Grat, Formnaht und Vertiefungen werden gemäß den entsprechenden Grenzwerten für die jeweilige Klasse kontrolliert; für kritische Teile ist Chargenrückverfolgbarkeit, Materialzertifikat, Vulkanisationscharge sowie Erstteil-/Grenzprobenbestätigung erforderlich.“

Vermeiden Sie Formulierungen wie nur „keine Grate, kein Gummiverlust“ – diese Beschreibung enthält keinen quantifizierbaren Standard und führt leicht zu Streitigkeiten zwischen Lieferant, Qualitätssicherung und Kunden.

6. Die praktischsten Prinzipien für die vor-Ort-Beurteilung

Automatische Ablehnungskriterien: risse, Schnitte, Einrisse, Blasen, fehlendes Gummi an der Dichtfläche, harte Einschlüsse, Beschädigungen durch Übertrimmen, Querschnitt unterhalb der Untergrenze.

Bedingt akzeptable Kriterien: ansatzgrate, geringfügige Formtrennlinien, flache Vertiefungen, geringfügige Fließmarken, geringfügige Farbflecken außerhalb der Dichtfläche, kontrollierte Trimmspuren.

Kriterien, die eine technische Prüfung erfordern: blasen, flache Vertiefungen in der Nähe der Dichtfläche, Ansatzgrate an dynamischen Dichtstellen, Oberflächenfehler an O-Ringen für Hochdruckgas/Vakuum jeglicher verdächtiger Art.